Fragen und Antworten
Hier finden Sie kompakte Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Ihre Knieoperation. Kontaktieren Sie uns gerne persönlich – wir sind für Sie da!
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Knieprothesen sind aus medizinischem Stahl, eine Verbindung aus Nickel, Cobalt und Chrom. Dies zählt zu den härtesten Metallen und hat damit die besten Verschleisseigenschaften. Titan alleine ist als Material für Knieprothesen zu weich und würde einen zu grossen Abrieb haben. Zwischen den Metallen wird ein Polyethylen-Teil (genannt Inlay) als Gleitfläche eingesetzt. Dieses Inlay ersetzt Menisken und Knorpel des natürlichen Kniegelenks.
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Eine Kontaktallergie der Haut gegen Nickel-,Cobalt- oder Chrom bedeutet nicht automatisch auch eine Allergie gegen die Prothese. Zum Einen ist der Anteil an Nickel im Prothesenmaterial äusserst gering, zum Anderen sind die Immunprozesse im Gelenk andere als auf der Haut. Wir verwenden seit Jahren die Standardprothesen auch bei Allergiepatienten und haben sehr gute Erfahrungen damit. Insbesondere die verwendeten zementfreien Prothesen haben eine Titan-Oberfläche knochenseitig, was die Allergiegefahr reduziert. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen haben spezielle Allergie-Prothesen eine erhöhte Komplikationsrate und einen erhöhten Verschleiss, so dass diese nicht von uns eingesetzt werden.
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Wie bei jeder Operation kann es bei einer Knieprothese zu Komplikationen kommen. Das Komplikationsrisiko hängt insbesondere auch von den Nebenerkrankungen der Patientinnen und Patienten selbst ab. Zu nennen sind vor allem Wundheilungsstörungen, Infektionen, Thrombosen, Nachblutungen, Verletzungen an umliegenden Strukturen, Knochenbrüche rund um die Prothese, Lockerungen der Implantate und Fehlfunktionen des künstlichen Gelenks. Ihr Spezialist klärt sie umfassend über mögliche Risiken auf.
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Bei der Erstimplantation gibt es sowohl zementierte, als auch zementfreie Prothesen. Nach aktuellem Wissen gibt es keinen wesentlichen Unterschied in der Langlebigkeit der Prothese. Da nur sehr wenig Zement verwendet wird, bedeutet eine Zementierung auch keinen Nachteil für einen späteren Wechsel der Prothese. Wir machen die Entscheidung von Ihrer Knochenqualität und dem jeweilig verwendeten Prothesenmodell abhängig. Wir setzen in ca. 90% der Fälle zementfreie Totalprothesen ein. Nicht jede Prothese gibt es als zementfreie Variante. Die gekoppelten Prothesen werden zumindest Knochenoberflächen stets zementiert.
